Warum eine gute Körperhaltung wichtig ist
Was ist die Grundlage für eine richtige Haltung beim Tragen? Warum ist es so wichtig, beim Tragen im Tuch auf die Körperhaltung zu achten?
Funktionsstörungen des Bewegungsapparats, die bei alltäglichen Tätigkeiten auftreten, können eine echte Herausforderung sein. Auch das Tragen belastet unseren Körper stark – deshalb sollte es Ihnen nicht egal sein, und Sie sollten von Anfang an auf seinen Zustand achten!
Jeder hat seine eigene Haltung. Die Unterschiede ergeben sich aus vielen Faktoren, etwa der aktuellen Verfassung oder früheren Erkrankungen. Die Körperhaltung zeigt also, wie es uns geht. Nach der Geburt, wenn die Mutter neun Monate voller spektakulärer Veränderungen hinter sich hat, verlagert sich der Schwerpunkt wieder an seine ursprüngliche Stelle, und der Körper der Frau versucht, damit zurechtzukommen. Er braucht eine Richtung – eine Richtung, die ihn mithilfe guter Impulse zum Wohlbefinden führt. Er hat eine schwierige Aufgabe vor sich: wieder in Topform zu kommen. Aber wie geschieht das?

Für die Stabilisierung der Haltung ist das komplexe Zusammenspiel der Muskelgruppen verantwortlich, die den sogenannten CORE des Körpers bilden. Hier sind die Strukturen verankert, die für die Bewegungen der Gliedmaßen zuständig sind. Für diese tiefe Stabilisierung sorgt die ausgewogene Arbeit der Multifidusmuskeln, des queren Bauchmuskels, der Beckenbodenmuskulatur und des Zwerchfells. Ihre richtige Spannung schützt die Lendenwirbelsäule vor schmerzhafter Überlastung. Ihre Arbeit ist die Grundlage für eine gesunde Haltung.
Kümmern Sie sich also vor dem Binden um sich selbst! Versuchen Sie, „aktiv zu stehen“!

Von unten nach oben:
Spüren Sie den Boden, stehen Sie auf der ganzen Fußsohle.
Lösen Sie die Knie – nicht in Überstreckung stehen.
Denken Sie an die Beckenbodenübung nach Kegel: Das sanfte Gefühl, den Harnstrahl anzuhalten, aktiviert die Beckenbodenmuskulatur.
Spannen Sie den Bauch an und schieben Sie das Becken nicht nach vorn.
Atmen Sie! Tief und ruhig, mit dem ganzen Brustkorb!
Lassen Sie die Schultern locker sinken und (sehr wichtig) schieben Sie das Kinn nicht nach vorn.
Und zum Schluss – versuchen Sie zu „wachsen“: Strecken Sie sich, ohne die aufgebaute Haltung zu verlieren, ohne den Kopf zu bewegen und ohne in den Himmel zu schauen.
Halten Sie sich im Alltag an diese einfachen Regeln. Denken Sie daran, dass Sie nicht nur beim Binden auf Ihre Haltung achten sollten. Ihr Körper soll Ihnen viele Jahre gesund und fit dienen! Je öfter Sie an die Korrektur Ihrer Haltung denken, desto schneller stehen Sie richtig. Und denken Sie daran: Schon nach 3 Wochen wird etwas zur Gewohnheit … Worauf warten Sie also noch?